Das Haus   -     eine fiktive deutsche Dramaturgie -

Die Geschichte spielt in einem gutbürgerlichen Stadthaus unserer Zeit, welches von 10 Parteien bewohnt ist, von denen der überwiegende Teil als Wohnungseigentümer im Haus wohnt. Am Beispiel einer typischen dekadenten Entwicklung wird deutlich wie unsere deutsche Gesellschaft in immer grotesker werdender Weise pervertiert und wie schnell Menschen bereit sind Menschenrechtsverletzungen mit böswilligem Schweigen zu akzeptieren und sich zu grotesken Aktionen verleiten lassen, die eine Schleimspur der Feindseligkeit nach sich ziehen, die nicht mehr abzuwaschen ist.

Die Protagonisten:

 - Ein Mountainbicker, der Kluten ins Haus bringt und sie nicht entfernt, mal freundlich und mal unfreundlich gestimmt ist, manchmal seine Rechnungen nicht bezahlt und sich ansonsten um nichts schert.

- Eine behinderte Frau mittleren Alters, die vom Bruder versorgt wird und mit niemanden redet, regelmäßig ihr Klingelschild und ihre Klingelanlage zerstört, damit die Polizei und auch sonst niemand sie erreichen kann. Ansprache zwecklos.

- Eine doppelbödige Werbetexterin, die Männer liebt, ihren Mann betrügt und jeden scheinheilig belügt. Mit zunehmender »Altersschwäche« wird sie zum Angelpunkt von Intrigen und überfordert sich damit selbst.

- Ein »strafender Gott« mit seiner erniedrigten, philosophisch gebildeten Frau, die aber nichts von Moralphilosophie hält, besonders nicht von ihrer Anwendung auf Menschen. Beide haben eine halbwüchsige Tochter, die der perversen Erziehung durch das Paar nicht entkommen konnte und im Verlauf der Geschichte ins Heim muss, weil beide Eltern in der Psychiatrie landen. Sie hat einen besonderen Hang zu Wandmalereien im Treppenhaus.

- Ein lesbisches Psychologenpärchen, "er" still und ignorant, "sie" böswillig und ignorant.
- Eine Rettungssanitäterin mit ihrem Freund. Als eine Hausbewohnerin, die am Norivirus erkrankte, telefonisch darum bat ihr Cola und Salzstangen zu bringen, weil sie das Haus nicht verlassen konnte, verweigerten ihr die beiden die Hilfe. Sie solle doch den Krankenwagen rufen. Beide geraten in eine heftige perverse Hassbeziehung miteinander, wobei die Frau den Kürzeren zieht.

- Eine Sexarbeiterin, die drogenabhängig wird und ausziehen muss. Ein Mann, der wieder in seine Wohnung zieht nachdem mehrere Ehen wegen seines ignoranten böswilligen Verhaltens gescheitert sind.

- Eine Frau, die jahrelang versucht Gemeinschaftlichkeit zu fördern, aber auf Abwehr stößt und schließlich in extremer Weise verleumdet und körperlich angegriffen wird. Typ »Guttmensch«, kann aber die »Welt« nicht retten.

- Ein Pärchen mit Hunden, die immer mal wechseln. Er Bankangestellter mit Hang zur fiesen und unsinnigen Aktionen (Kippen und Müll verteilung, ec.), vermutlich depressiv, verklebt seine Türschwelle mit Softlakritzen, wischt sich aber immer betont sorgfältig die Schuhe ab, wenn er mit den Hunden draußen war.

- Eine Ingenieurin, die sich eine Wohnung kauft, aber nur kurz darin wohnt und jetzt aus der Ferne böswillige Kommentare per Email abgibt. Ein berühmter Sänger mit seiner Frau, beide drogenabhängig, ziehen ein und randalieren mit Freunden im Treppenhaus. Zerbrochene Blumentöpfe. Der Notarzt kommt. Und der Mann stirbt im Krankenhaus.

- Eine Hausverwaltung, die aus Altersgründen in psychischer Umnachtung versinkt, Informationen verweigert, diese erst vor Gericht zugibt, unrechtmäßige Kündigungen ausspricht und Verantwortung abwehrt.

Der Verlauf der Handlung ist fiktiv, der Ausgang ebenso. Kommt es zu weiteren Gemeinheiten? Wer wird Opfer, wer Täter? Wird jemand einlenken oder wird die Situation weiter eskalieren? Wie und wann fängt die Geschichte an? 1932 oder 2002? Leser*innen sind gebeten den Anfang der Geschichte zu formulieren und per email zum Mitabdruck zuzusenden. Auch die Ausschmückungen der Rollen ist willkommen.